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Mountain View - Das kalifornische Start-Up CherryPal hat heute Montag offiziell seinen «grünen» Computer «CherryPal Desktop» angekündigt. Das neue Öko-Modell des Unternehmens setzt auf eine mit zwei Watt extrem geringe Leistungsaufnahme und einen kompakten Computer mit wenigen Bauteilen. (dl/pte)

Meldung vom Montag, 21. Juli 2008 / 13:30 h
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Köln (ots) - Fünf Millionen Haushalte bereit, ihren Stromanbieter kurzfristig zu wechseln

24.07.2008 | 09:40 Uhr

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Die Sonne geht auf, möchte man ausrufen. Endlich eine Internet-Jobbörse für den Markt der Erneuerbaren Energien. Ganz gleich, ob es sich um Solar-, Wind- oder Bioenergie, Geothermie oder Wasserkraft dreht: Das Karriereportal für die „Generation New Energy“ heißt ab sofort renewrebels.com.

[Crosswater Systems] 23.7.2008

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HOME / AKTUELL arrow HOME / AKTUELL arrow Latest arrow Oel unser Schicksal?
Oel unser Schicksal? PDF Print
Warum das Oel unser Schicksal ist

Energie

Autofahrer fluchen beim Tanken, Sparer zittern um ihr Geld: Der Ölpreis geht durch die Decke. Wie kann ein Rohstoff das Leben so stark beeinflussen? Zehn Fakten.
Von den FOCUS-Online-Redakteuren Michael Becker und Ansgar Siemens
Die hohen Benzinpreise ärgern Autofahrer
Es war am vergangenen Donnerstag, als Tschakib Chelil die Bombe platzen ließ: „Im Laufe dieses Sommers rechne ich mit 150 bis 170 Dollar für ein Fass Rohöl“, sagte der Chef des Ölkartells Opec – und schob nach: Auch 400 Dollar seien auf mittlere Sicht möglich.

400 Dollar? Eine Horrorvision. Schon jetzt verzweifeln die Menschen im Westen. Am Freitag erreichte der Ölpreis mit 142 Dollar ein neues Rekordhoch, noch zu Jahresanfang war ein Fass für 100 Dollar zu haben. Kaum jemand kann sich dem Preisgalopp entziehen: Autofahrer fluchen, wenn sie auf die Tankquittung blicken, Mieter schimpfen, sobald sie an ihre Gasrechnung denken.

Der Ölpreis drückt die Börsen

Weil Öl als Rohstoff fast alle Preise beeinflusst, zittern Ökonomen um die Konjunktur. „Die stark gestiegenen Ölpreise belasten offensichtlich zunehmend die deutsche Wirtschaft“, sagte jüngst Hans-Werner Sinn, Chef des renommierten Forschungsinstituts Ifo. Die Inflation marschiert auf mehr als drei Prozent in der Euro-Zone. Ein Ende des Dramas ist nicht in Sicht. Längst zittern Autokonzerne, weil sie ihre Spritschlucker nicht mehr an den Mann bringen können. Die Börsen gehen rund um den Globus in die Knie.

Wer ist schuld daran, dass der Ölpreis kein Halten kennt? Zerstören Zocker die Weltwirtschaft? Wann ist es vorbei mit dem Öl? Zehn Fakten, die jeder kennen muss.
 
Die Scheichs halten Hof – und die Welt fährt vor: Es war ein gewohntes Bild, das sich da bot, beim jüngsten Ölgipfel in Saudi-Arabien. Zu Beginn der Krisenkonferenz in der vorvergangenen Woche ließen die Gastgeber Koran-Verse zitieren. Hernach bettelten westliche Politiker, unter ihnen Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), um mehr Öl.

Saudi-Arabien ist die Nummer eins in einem Kartell, das in Zeiten rekordhoher Ölpreise mächtiger ist denn je: in der Opec. 13 Länder haben sich darin verbündet, der Iran zum Beispiel, Kuwait, Venezuela. Allesamt ölreiche Staaten, die das Angebot gemeinsam steuern und damit ihre Einnahmen aus dem Verkauf maximieren. Im vorigen Jahr flossen 43 Prozent des weltweit geförderten Öls aus den Opec-Staaten, berichtete der Konzern BP jüngst in einer weit beachteten Studie. Die 13 Länder sitzen auf 75 Prozent der weltweiten Reserven.

Die Macht der Opec

Die Strategie der Scheichs ist simpel: Sinkt der Preis zu stark, drosseln sie die Fördermenge. Derzeit laufen die Geschäfte prächtig – der Ölpreis bricht ständig neue Rekorde. 159 Liter, ein Barrel, kosten etwa 140 Dollar. Noch vor fünf Jahren waren Preise von weniger als 30 Dollar normal. „Die Opec ist mit der Entwicklung wohl ganz einverstanden“, sagt Thorsten Proettel, Rohstoffanalyst der Landesbank Baden-Württemberg.

Dass weltweit viele Preise explodieren, weil die Weltwirtschaft am Öltropf hängt – die Opec lässt es zunächst einmal kalt. Doch gänzlich ignorieren kann sie den Trend nicht. Schlittern die westlichen Staaten wegen des teuren Öls in eine Rezession, dürfte die Nachfrage sinken. Das wäre schlecht fürs Geschäft.
 
Sie müssen oft als Buhmänner herhalten: Spekulanten, Spieler, die mit Milliardensummen auf steigende Preise wetten – und damit die Rekordjagd beim Öl befeuern. 300 000 bis 400 000 Barrel Öl der Sorte WTI wechseln täglich über die Rohstoffbörse Nymex den Besitzer, es sind Geschäfte, bei denen Fässer rollen. Investoren handeln indes 500 bis 600 Millionen Barrel. Das bedeutet: Öl-Deals an der Nymex gehen zum größten Teil nur auf dem Papier über die Bühne – Anleger wollen den Rohstoff gar nicht abnehmen.

Möglich macht das der Terminmarkt. Wer auf einen steigenden Erdölpreis setzen will, sichert sich einen Future. Der Käufer verspricht zum Beispiel, eine bestimmte Menge Erdöl zu einem vereinbarten Preis in der Zukunft abzunehmen. Rückt der Termin näher, stößt der Anleger den Future ab, kauft einen neuen – und vermeidet das Geschäft mit dem echten Erdöl.

Deutsche Sparer wetten auf Öl

Es liege der Verdacht nahe, „dass der Preisanstieg bei Erdöl nicht ausschließlich auf fundamentale Faktoren zurückzuführen ist“, sagt Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank. Angebot und Nachfrage, heißt das, bestimmen den Ölpreis nur zum Teil.

Längst tobt ein Streit der Gelehrten, wie sehr die Wetten den Rohstoffmarkt beherrschen. „Es ist schwierig, den Einfluss zu bemessen“, sagt Klaus Matthies, Rohstoffexperte am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI). Nicht nur Zocker spielen mit im Milliardengeschäft Erdöl. Weil Geld billig ist und die Aktienmärkte schwächeln, suchen auch erzkonservative Anleger ihr Heil im Öl: Pensionsfonds etwa und deutsche Kleinanleger, die über Zertifikate in die Rally einsteigen.

Hauptgrund sei die „Diversifizierung“, sagt Commerzbanker Weinberg. Rohstoffpreise bewegen sich oft anders als Aktien- und Anleihenkurse. Mit einer ausgewogenen Mischung lässt sich das Depot besser gegen Stürme am Finanzmarkt polstern. Erst seit wenigen Jahren gibt es Instrumente wie Zertifikate, die jedem Investor den Kauf von Rohstoffen ermöglichen.
 
In der vorigen Woche sprach Jean-Claude Trichet ungewohnt markige Worte. Der Franzose, als Chef der Europäischen Zentralbank mächtigster Banker auf dem Kontinent, schoss kräftig gegen die Akteure an den Rohstoffmärkten. Sollte das Drama beim Öl anhalten, müsse die Politik in den Markt eingreifen. Trichet bangt um die Preise – und ist nicht zu beneiden.

Die Inflationsrate im Euro-Raum liegt bei etwa drei Prozent. Deutlich über der Zwei-Prozent-Marke, an der sich die Notenbanker orientieren. Der hohe Ölpreis macht alles teurer – und lässt die Europäer fluchen. Benzin, Gas, Lebensmittel: Fast jeder spürt den Galopp der Preise, ob Taxifahrer, Anwalt oder Hausfrau. Das ist schlecht für das Wachstum, weil sich die Menschen weniger leisten können. Konjunkturforscher schraubten jüngst reihenweise ihre Prognosen für Deutschland herunter.

Die Zentralbank müsste eigentlich handeln: die Zinsen erhöhen, um die Preise im Zaum zu halten. Doch bislang passiert nichts. Die Angst, die Konjunktur mit höheren Zinsen erst recht abzuwürgen, ist offenbar groß. Im Juli dürfte es jedoch so weit sein: Trichet deutete an, moderate 0,25 Prozentpunkte draufzusatteln. Die Leitzinsen lägen dann bei 4,25 Prozent.
 
Als Euro-Notenbankchef Trichet Anfang Juni überraschend über eine Zinserhöhung sinnierte, kannte der Ölpreis kein Halten mehr. Um elf Dollar schoss er in die Höhe – an nur einem Tag. Analysten erklärten das mit einer schwächeren amerikanischen Währung.

Die Logik dahinter geht so: Wenn die Zinsen im Euroraum steigen, strömt mehr Geld aus dem Dollarraum herein. Vorher müssen die neuen Anleger Dollar gegen Euro tauschen. Der Euro erstarkt, und der Dollar verliert. Das wurmt die Scheichs. Sie kaufen viele Importe im Euro-Raum, bekommen für ihre Ölfässer aber Dollar.

Die Henne und das Ei

Wenn die US-Währung schwächelt, müssen sie plötzlich mehr Geld für ihre Importe bezahlen. Deshalb, so eine gängige Theorie, geben sie das Öl nur für einen höheren Dollarpreis ab. „Die Staaten wollen eine Kompensation haben“, erklärt Barbara Lambrecht, Rohstoffanalystin der Commerzbank.

Denkbar sei auch, dass der Ölpreis bei einem schwachen Dollar steigt, „weil alle Marktteilnehmer von diesem Zusammenhang ausgehen“, sagt Lambrecht. Die Bankerin gibt zu: „Die Logik kann man nicht wirklich verstehen.“ Das Öl-Dollar-Phänomen sei verstärkt seit Dezember 2007 zu beobachten. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich der Ölpreis bald unabhängig vom Dollar entwickelt – oder sogar sinkt, wenn der Dollar purzelt. Wo ist die Henne und wo ist das Ei? Da müssen selbst Experten passen.
 
150 Dollar, 200 Dollar, 250 Dollar? Nichts ist unmöglich, wenn die Ölexperten der Welt in ihre Glaskugel schauen – und die künftigen Preise für das Fass Rohöl abschätzen. „200 Dollar pro Fass sind keine Utopie“, schreibt Jochen Hitzfeld, Rohstoffanalyst der Bank Unicredit, in einer neuen Studie. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weite sich stetig aus.

Seit drei Jahren beträgt die weltweite Erdölförderung im Schnitt 84,6 Millionen Barrel pro Tag. Die Nachfrage im ersten Quartal 2008 lag bei 86,6 Millionen Barrel, das Angebot lag darunter. Im Winter 2009 könnte der weltweite Öldurst auf 89,5 Millionen Barrel klettern, vermutet Banker Hitzfeld. Es sei mit einer Lücke zu rechnen, die höhere Preise nach sich ziehen muss.

Die Probleme von „Big Oil“

Klaus Matthies, Rohstoffexperte am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, sieht die Ölproduzenten in der Pflicht. „Sie haben zu wenig investiert, um mehr Öl zu fördern.“ Als der Rohstoff 18 bis 20 Dollar kostete, sei der Anreiz für Konzerne wie BP und Total nicht hoch gewesen, Geld in neue Anlagen zu stecken. Das räche sich jetzt. Über Nacht lässt sich das Ölangebot nicht nennenswert erhöhen. In zwei bis drei Jahren, vermutet Matthies, könnten die großen Unternehmen, „Big Oil“, aber deutlich mehr Öl in den Markt pumpen.

Die Strategen der Commerzbank erwarten bis Jahresende einen Ölpreis von 150 bis 170 Dollar. Danach könnte es aber schon bald abwärts gehen. Am Ölmarkt habe sich eine spekulative Blase gebildet, die platzen dürfte. „Auf längere Sicht erachten wir einen Ölpreis von unter 100 Dollar als fundamental gerechtfertigt“, heißt es in einer Studie.
 
Der BP-Energiereport, eine weithin beachtete Studie, brachte jüngst verblüffende Zahlen: Um schlappe 1,2 Prozent kletterte 2007 die weltweite Nachfrage nach Rohöl. In Deutschland ging der Verbrauch sogar um 2,4 Prozent zurück. Zugleich verdoppelte sich der Preis für ein Fass. Wie kann das sein?

Hauptursache sei, dass die Ölreserven in den westlichen Ländern zur Neige gehen, sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt der Privatbank MM Warburg. In den USA reichen die Vorkommen nach Angaben von BP nur noch zwölf Jahre. In Großbritannien dürfte bereits in sechs Jahren kein Öl mehr aus dem Meeresgrund sprudeln, in Norwegen wohl in neun Jahren nicht mehr. Das bedeutet: Das Gros der weltweiten Ölvorräte wird sich in naher Zukunft zu einem überwältigenden Teil in politisch labilen Regionen befinden: in Saudi-Arabien, im Iran und im Irak. „Insofern“, schreibt Klude, „beinhaltet der Ölpreis eine politische Risikoprämie“.

Einen Vorgeschmack auf künftige Scharmützel liefert regelmäßig Hugo Chavez, Venezuelas linksradikaler Potentat. Jüngst drohte er, den USA und Europa den Ölhahn abzudrehen, wenn sie ihre Politik nicht ändern. In Zeiten, da Öl 20 Dollar kostet, ist eine solche Drohgebärde westlichen Staatslenkern nur ein müdes Lächeln wert. Kostet Öl bald 200 Dollar, könnte sich das ändern: Venezuela lieferte bereits im vorigen Jahr 3,4 Prozent des weltweiten Angebots.
 
Als im Herbst 1973 arabische Staaten den Ölfluss empfindlich drosselten, herrschte helles Entsetzen in der Bundesrepublik. Der Ölpreis schnellte in die Höhe – von drei auf zwölf Dollar pro Fass. An vier Sonntagen verhängte die Bundesregierung ein Fahrverbot auf Autobahnen. Die Araber versuchten damals, Druck auf den Westen auszuüben, der hinter Israel stand im Jom-Kippur-Krieg gegen Ägypten und Syrien. Ende der 70er-Jahre die zweite Ölkrise – die Förderländer hoben die Preise plötzlich um etwa 30 Dollar an. Der Westen stürzte in eine Rezession.

„Der Schlüssel liegt in Asien“

Die Ölkrise heute ist anders. „In den 70er-Jahren gab es einen Preisschock, weil das Angebot plötzlich knapp war“, erklärt Klaus Matthies, Rohstoffexperte am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut. Auslöser für das heutige Preisdrama sei die stetig steigende Nachfrage. „Dieser Prozess ist schleichender“, erklärt Matthies, „deswegen verkraften wir diese Krise bislang besser“.

Thorsten Proettel, Rohstoffanalyst der Landesbank Baden-Württemberg, sagt: „Der Schlüssel für den steigenden Ölpreis liegt in Asien.“ China habe noch vor zehn Jahren seinen Öldurst selbst gestillt. „Jetzt importiert das Land vier Millionen Barrel pro Tag.“ Dieser Trend werde sich fortsetzen.
 
Die Preisbindung von Erdgas an Heizöl führt dazu, dass mit sechsmonatiger Verzögerung die Gaspreise an die – zumeist steigenden – Ölpreise angepasst werden.

„Die Gaspreisbindung ist im Grunde ein Relikt aus den 60er-Jahren“, erklärt Dagmar Ginzel, Kommunikationschefin beim Energie-Verbraucherportal Verivox. Sie sei nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern basiere auf einer Vereinbarung zwischen Gasproduzenten und -importeuren. „Die Produzenten hatten damals viel Geld in den Aufbau von Gas-Pipelines gesteckt und wollten eine Sicherheit für den Fall haben, dass die Ölpreise wieder sinken und viele Verbraucher zum Öl zurückkehren.“

Was bringt ein freier Gaspreis?

Eine Abkopplung der Gas- von den Heizölpreisen würde laut Ginzel keine günstigeren Verbraucherpreise bringen, denn dann bestimmten Angebot und Nachfrage den Preis. Da der Energiekonsum derzeit steige, führe dies zu anziehenden Verbraucherpreisen.

Die großen deutschen Erdgasunternehmen wollen an der Regelung festhalten. Nach ihrer Einschätzung garantiert die Preisbindung berechenbare Gaspreise. Die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert hält die Preisbindung hingegen für überholt. Die Gasexporteure hätten sie vor mehr als vier Jahrzehnten als Orientierungsmarke unter anderem deshalb eingeführt, weil es damals noch keinen funktionsfähigen Weltmarkt für Erdgas gegeben habe. Dies habe sich mit dem Entstehen von Rohstoffbörsen geändert.
 
Mit Anlagen in Aktien von Ölproduzenten sowie Rohstoff-Fonds und -Zertifikate lassen sich bei steigenden Energiepreisen Gewinne erzielen.

Die hohen Rohölpreise treiben die Gewinne von Konzernen wie BP, Exxon und Shell. British Petroleum konnte seinen Quartalsgewinn in den ersten drei Monaten 2008 um 63 Prozent auf 7,62 Milliarden Euro steigern, Shell meldete ein Plus von 25 Prozent.
20 der größten Ölkonzerne im Vergleich

Name (Land)ISINGewinn je Aktie in Euro KGV 2009Kurspotenzial in Prozent bei einer langfristigen jährlichen Gewinnveränderung um  Analystenschätzung** Gewinnwachstum in ProzentEinschätzung
  2008e*2009e 0 Prozent5 ProzentAnalystenschätzung (s. auch Spalte ganz rechts)**  
OMV (Österreich)AT00007430595,845,918,17,377,9118,07,0kaufen
Petrobras-Vorzüge(Brasilien)BRPETRACNPR61,341,4111,15,277,0127,27,4kaufen
PTT (NVDR) (Thailand)TH0646010R180,700,739,04,363,5157,510,0kaufen
Petro-Canada (Kanada)CA71644E10253,954,037,8–6,662,095,86,8kaufen
Repsol Ypf (Spanien)ES01735161152,462,4710,50,860,436,73,3halten
Eni (Italien)IT00031324762,752,699,2–0,653,233,33,4halten
StatoilHydro (Norwegen)NO00100969852,182,2810,0–3,550,920,32,5halten
Total (Frankreich)FR00001202715,665,949,1–6,447,116,62,5halten
Marathon Oil (USA)US56584910643,704,127,1–15,041,0131,19,9kaufen
ConocoPhillips (USA)US20825C10457,307,177,7–18,834,6113,09,5kaufen
Petrochina (China)CNE1000003W80,080,0812,0–13,433,0126,011,0halten
BP (Großbritannien)GB00079805910,750,7810,0–14,930,019,64,0halten
Reliance Industries GDR (Indien)US75947010773,785,4215,3–28,723,491,39,1halten
MOL (Ungarn)HU00000689528,999,0010,1–22,522,21,63,0verkaufen
Royal Dutch Shell(GB/Niederlande)GB00B03MLX292,852,759,4–22,220,62,43,2verkaufen
Lukoil ADR (Russland)US67786210447,277,427,7–29,515,891,310,0kaufen
Suncor (Kanada)CA86722910664,345,0714,0–43,7–1,347,58,7halten
Exxon Mobil (USA)US30231G10225,375,4010,9–43,8–7,426,78,1halten
Chevron (USA)US16676410056,286,249,7–43,0–9,51,36,2verkaufen
Woodside Petroleum (Australien)AU000000WPL21,721,7419,4–51,9–27,769,615,0verkaufen
*e = erwartet**Durchschnitt der Analystenschätzungen für die langfristige durchschnittliche jährliche GewinnentwicklungStand: Mai 2008Quelle: J. Heinritzi, FOCUS MONEY      
 
Ausgewählte Rohstoff-Fonds

Seit Ende 2005 können Rohstoff-Fonds mit hohen Wertsteigerungen glänzen, als ein Top-Produkt erweist sich der Schroder-Global-Energy-Fonds. 41,6 Prozent Kursplus auf Dollarbasis bescherte der Fonds im vergangenen Jahr seinen Anlegern.
NameISINFondsvolumen in Millionen Euro
Schroder ISF Global EnergyLU0256331488502,3
DWS EnergiefondsDE000847413141,4
DWS Invest EnergyLU014565086620,3
Cominvest Rohstoff AktienDE0008471160148,0
Stand: Juni 2008  Quellen: Morningstar, FOCUS MONEY  
 
Rohstoffzertifikate im Detail

ZertifikatTypEmittentISINLaufzeitsonstige Angaben
RICI-Energy-Index*TrackerABN AmroNL0000192318Open Endfünf Ölsorten plus Erdgas
Öl (Brent Crude)*Bonus (kein Cap)Goldman SachsDE000GS0TET318.12.2008Bonusrendite p.a.: 21,0 Prozent; Sicherheitspuffer: 22,2 Prozent
Rohstoff Garant 9**GarantieBarclays CapitalDE000BC1BEN518.12.2012Korb aus Rohöl, Kupfer, Strom, Kohle
Heating Oil Future*TrackerSociété GénéraleDE000SG0D0F9Open Endspiegelt die Entwicklung des Heizöl-Futures wider
*Quanto; Kurs in Euro**100 Prozent Kapitalschutz (Nennwert); 140 Prozent Mindesrückzahlung (wenn der Korb auf Startwert schließt)Quellen: Emittenten, Onvista, FOCUS MONEY   
 
 
In der Öffentlichkeit wird als Grund für steigende Ölpreise oftmals genannt, dass die Vorräte in absehbarer Zeit zur Neige gehen würden.

Der Ölexperte Nansen Saleri, ehemaliger Chef der saudischen Erölreserven, erklärte hingegen jüngst in der „Wirtschaftswoche“, von einer Ölknappheit könne keine Rede sein. „Schaut man sich die globalen Reserven an – konventionelle, aber auch Ölsande und anderes –, dann haben wir schätzungsweise noch zwischen 14 und 16 Billionen Barrel Öl zur Verfügung.“ Zum Vergleich: Seit vor 150 Jahren in Pennsylvania Öl entdeckt wurde, habe die Welt eine Billion Barrel verbraucht. Die heutigen Reserven würden daher „mindestens 100, wenn nicht 150 Jahre“ reichen.

Reicht das Öl noch 470 Jahre?

Damit die Vorräte noch ein Jahrhundert reichen, dürften weltweit täglich 411 Millionen Barrel Öl verbraucht werden. Der aktuelle weltweite Tageskonsum liegt bei rund 87 Millionen Barrel. Nimmt man als Mittelwert der von Saleri geschätzten Vorräte 15 Billionen Barrel, dann würde Öl noch rund 470 Jahre reichen – wenn die Verbrauchsmenge stabil bleibt. Die von Saleri genannte kürzere Frist von gut 100 Jahren berücksichtigt, dass der Ölkonsum in den kommenden Jahren zunehmen dürfte.

Andere Experten stützen die Einschätzung des saudischen Energieexperten. Stefan Liebig, Koordinator für Regierungsbeziehungen bei Shell International, prognostiziert im Juni 2008, dass die weltweite Nachfrage nach Öl in den kommenden zehn Jahren auf 450 Millionen Barrel pro Tag steigen werde. Damit würden Vorratsmengen von 15 Billionen Barrel rund 90 Jahre reichen – wenn sich der Verbrauch dauerhaft bei 450 Millionen Barrel einpendelt.

Nicht alle von Saleri genannten Zahlen sind jedoch unumstritten. Die BP Statistical Review beispielsweise taxierte im Jahr 2007 die weltweit bestätigten Ölvorräte auf rund 1,24 Billionen Barrel. Dies sind nur gut acht Prozent der von Saleri genannten Menge.
 
 
 
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