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Noch mehr Macht für das Ölkartell?
Russland, hinter Saudi-Arabien der zweitgrösste Öl-Exporteur der Welt, sucht den demonstrativen Schulterschluss mit dem Öl-Kartell OPEC. Das weckt Ängste. if(document.getElementById('rect')){ document.getElementById('rectad').style.display="block"; } Bild: Keystone Saudi-Arabien ist der grösste Öl-Exporteur der Welt. Bild: Keystone Mitglieder der OPEC jQuery(document).ready(function($) { $('a[rel*=facebox2000673]').facebox() }) Mit einer hochkarätigen Delegation im Rücken machte Russlands einflussreicher Energiefunktionär und Vize-Regierungschef Igor Setschin der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) am jüngsten Treffen in Wien Avancen. Der Auftritt sorgte nicht nur beim Kartell für Eindruck. Es geht um mehr Einfluss Russlands auf die Weltmärkte und um politische Signale nach dem Südkaukasus-Krieg, vermuten Experten in Moskau. An einen Beitritt Russlands zur OPEC glaubt in Moskau zur Zeit aber niemand. Wenig Begeisterung in Europa Setschins Ankündigung einer «engen Kooperation mit den OPEC-Staaten» dürfte in Europa und den USA mit wenig Begeisterung zur Kenntnis genommen worden sein. Die OPEC und Russland fördern gemeinsam mehr als die Hälfte des weltweit produzierten Rohöls. Setschins Erklärungen haben Experten zufolge eher politischen Charakter. Mit einer festeren Anbindung an die OPEC wolle Russland die Isolierung in der Welt nach dem jüngsten Krieg im Südkaukasus verhindern, sagt Analyst Pawel Sorokin von UniCredit. Ein für Oktober angekündigtes OPEC-Treffen in Moskau werten Experten auch als Versuch, den Einfluss der USA auf den Ölmarkt zu schmälern. Widerstand auch in der OPEC Ein Signal der Einheit mit Russland komme den OPEC-Staaten gelegen, schreibt die Moskauer Tageszeitung «Wremja Nowostej». Dabei dürfte es allerdings auch innerhalb der Organisation Widerstand gegen eine volle Mitgliedschaft des unbequemen Partners Russlands geben. «Selbst wenn man sich nicht direkt abstimmt, so gewinnt das Kartell durch die Partnerschaft mit einem derart wichtigen Marktteilnehmer wie Russland an Bedeutung», heisst es in dem Blatt weiter. Russland auf Einkaufstour Vollgepumpt mit Milliardengewinnen aus dem Öl- und Gasexport geht Russland auf Einkaufstour. Ausländische Investoren seien zu einem Viertel an den russischen Ölproduzenten beteiligt, erklärte Setschin in Wien. Einen ähnlichen Anteil strebe sein Land auch bei den weltweit führenden Energieunternehmen an. Russlands grösste Ölunternehmen, von denen längst nicht alle vom Staat kontrolliert werden, wollen sich auf anderen Kontinenten engagieren, um damit die Kontrolle auf dem Weltmarkt auszubauen. Im Gasgeschäft, das im Gegensatz zum Öl im Wesentlichen über Pipelines abgewickelt wird, hat Russland seinen Einfluss bereits ausgeweitet. So geht der vom Kreml kontrollierte Monopolist Gazprom dazu über, die Vorräte grosser Produzenten aufzukaufen. Russische Gasmanager sind etwa in Algerien, Libyen und Nigeria aktiv. «Gas-OPEC» im Gespräch Die ohnehin schon von Russland abhängigen EU-Staaten fühlen sich durch diese Politik in die Zange genommen. Im Gasgeschäft werben russische Lobbyisten seit langem für die Bildung einer Gas-OPEC, unterstützt vor allem vom Iran. Doch der Kreml setzt - ähnlich wie im Ölgeschäft - weiter auf die eigene Unabhängigkeit. Bei allem zur Schau gestellten Selbstbewusstsein wachsen aber auch im russischen Energiesektor die Bäume nicht in den Himmel. Gazprom-Chef Alexej Miller hatte im Juni verkündet, sein Konzern werde in den kommenden Jahren mit einer Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar zum weltweiten Branchenriesen aufsteigen. Das galt schon im Sommer als reichlich ambitioniert bei einem Börsenwert von 325 Mrd. Dollar. Seitdem ist das ehrgeizige Ziel in noch weitere Ferne gerückt. Durch die jüngsten Börsenturbulenzen hat sich die Marktkapitalisierung von Gazprom auf 188 Mrd. Dollar annähernd halbiert. |
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"Steigende Rohstoffpreise steigende Materialkosten!" Materialeffizienz mit einem Potenzialcheck
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